Ratgeber · Fenster

Fenster tauschen Altbau: Worauf es bei Aufmaß, Einbau und Lüften ankommt

Beim Thema Fenster tauschen Altbau hören wir oft: „Neue Fenster rein, fertig.“ In der Praxis ist das Fenster nur ein Teil. Wand, Laibung, Anschluss und Lüftung gehören mit dazu.

Lesezeit etwa 4 MinutenStand Oktober 2026MR Umbau GmbH, Meisterbetrieb in München
Fenster tauschen im Altbau: altes Holzfenster mit abblätternder Farbe

Wir erleben es immer wieder: Das neue Fenster ist gut, aber die Fuge zur Wand nicht. Oder das Haus ist plötzlich so dicht, dass sich Feuchte an kalten Stellen sammelt. Was bei Einbau und Montage zu uns gehört, zeigt die Seite Fenster Montage München.

Dieser Ratgeber zeigt, worauf es im Altbau ankommt, von der Entscheidung bis zum Einbau. Wir sagen auch, wann Aufarbeiten sinnvoller ist als Tauschen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Altbau gleicht keine Öffnung der anderen, deshalb wird jedes Fenster einzeln aufgemessen.
  • Entscheidend ist der Einbau: Der Anschluss an die Wand muss dicht sein, sonst hilft auch gutes Glas nichts.
  • Neue Fenster sind dichter als alte. Die Raumluft muss danach bewusster gelüftet werden, sonst kann Feuchte zum Problem werden.
  • Das BAFA fördert Fenster mit 15 Prozent. Der Antrag muss gestellt sein, bevor die Arbeiten beginnen.

1Fenster tauschen Altbau: Wann sich der Tausch lohnt

„Die Fenster sind doch noch gut.“ Das hören wir oft, und manchmal stimmt es. Ein altes Holzfenster lässt sich aufarbeiten, wenn Rahmen und Beschläge gesund sind. Bei vielen Altbaufenstern ist das nicht mehr der Fall.

Das sind typische Zeichen:

  • Zugluft an Rahmen und Flügeln, auch bei geschlossenem Fenster
  • Klemmende Flügel und Beschläge, die nicht mehr richtig greifen
  • Kalte Scheiben und Kondenswasser an der Innenseite
  • Verwittertes Holz und Lack, der großflächig abblättert

Wichtig: Bei Häusern mit Auflagen oder in einer Eigentümergemeinschaft sprechen wir vor jeder Entscheidung über die Vorgaben. Das hängt vom Einzelfall ab.

Besser: Zuerst prüfen, ob Aufarbeiten reicht. Erst wenn Rahmen, Beschläge oder Dichtung am Ende sind, lohnt der Tausch.

2Aufmaß im Altbau: Keine Öffnung gleicht der anderen

Im Altbau sind Öffnungen selten gerade. Wände stehen schief, Laibungen sind dick, Stürze sind gesetzt. Deshalb messen wir jedes Fenster einzeln auf, mit Zollstock und Laser, und sehen uns dabei Mauerwerk, Laibung und Fensterbank an.

Dabei fällt oft auf, was später stört, wenn niemand hinschaut:

  • Maße von Öffnung, Laibung und Fensterbank
  • Zustand des Mauerwerks rund um den Rahmen
  • Rollladenkasten und Beschattung, falls vorhanden
  • Aufteilung der Flügel und Sprossen, die zur Fassade passen soll
  • Sturz und Laibung: Risse oder Feuchte sehen wir uns gleich an

Das Aufmaß dauert pro Fenster nicht lange, erspart aber später viel Ärger. Nach den Maßen wird das Fenster gefertigt, nachbessern lässt es sich danach kaum.

Unser Rat: Lassen Sie jedes Fenster einzeln aufmessen. Wer nach „Standardmaß“ ordert, bekommt im Altbau selten ein sauberes Ergebnis.

3Material und Aufbau: Holz, Holz-Alu oder Kunststoff

Welches Material passt, hängt vom Haus ab. Holz sieht im Altbau stimmig aus und lässt sich pflegen. Holz-Alu zeigt innen Holz und hat außen eine wetterfeste Schale. Kunststoff ist robust und pflegeleicht. Auch die Verglasung hat Folgen für Wärmeschutz und Schall. Wer an einer lauten Straße wohnt, sollte das beim Aufbau der Scheiben ansprechen. Wir beraten Sie zu beidem, bevor das Fenster gefertigt wird, denn danach lässt sich nichts mehr ändern.

  • Holz passt zu vielen Fassaden und braucht Pflege
  • Holz-Alu verbindet Holzoptik innen mit wetterfester Außenseite
  • Kunststoff ist pflegeleicht und wartungsarm
  • Verglasung: zwei- oder dreifach, je nach Anforderung

Dazu kommt die Frage, ob alle Fenster gleich aussehen sollen. Im Altbau gehören Flügelaufteilung, Sprossen und Profilbreite zum Gesamtbild der Fassade. Wir sprechen darüber, bevor etwas gefertigt wird.

Besser: Material und Profil zur Fassade wählen, nicht nur zum Datenblatt.

Neues Holzfenster in der Altbaulaibung, der Putz ist noch offen

4Einbau und Anschluss: Hier entscheidet sich die Dichtheit

Ein gutes Fenster nützt wenig, wenn der Anschluss an die Wand nicht stimmt. Beim Einbau bauen wir das alte Fenster aus, bereiten die Öffnung vor, setzen das neue Fenster lotrecht ein und dichten die Fuge zur Wand ab. Innen muss die Abdichtung dichter sein als außen, damit keine Feuchte in die Fuge zieht.

Danach folgen die Arbeiten, die man leicht vergisst:

  • Laibung verputzen und streichen
  • Fensterbänke innen und außen anschließen
  • Rollladenkasten dämmen und abdichten
  • Einstellen der Beschläge und Prüfen der Dichtungen

Alte Fenster auszubauen macht Staub und Lärm. Wir decken Möbel und Böden ab, bauen aus und entsorgen die alten Fenster. Auch das gehört zu unserem Auftrag.

Unser Rat: Fragen Sie, wer Putz und Maler nach dem Einbau macht. Bei uns gehört das zum Auftrag.

5Lüften und Schimmel: Neue Fenster verändern alles

„Früher hatten wir nie Schimmel.“ Das stimmt oft, weil alte Fenster undicht waren und die Feuchte von allein entwichen ist. Neue Fenster sind dicht. Kochen, Duschen und Wäsche trocknen bringen weiter Feuchte in die Luft, und sie muss irgendwo hin.

  • Stoßlüften mehrmals täglich, statt das Fenster zu kippen
  • Kalte Ecken im Blick behalten, besonders an Außenwänden
  • Möbel von der Außenwand abrücken
  • Wärmebrücken in Laibung und Sturz prüfen lassen

Mehr zu Ursachen und Folgen lesen Sie im Ratgeber Feuchte Wände im Altbau.

Wer bisher selten gelüftet hat, merkt den Unterschied oft schon im ersten Winter. Schimmel an Außenecken ist dann ein Zeichen, dass Feuchte und Wärmebrücke zusammenkommen.

Besser: Das Lüften nach dem Fenstertausch bewusst umstellen. Bleiben Stellen kalt und feucht, schauen wir sie uns an.

6Förderung, Genehmigung und Fazit: Was zu klären ist

Für Fenster gibt es Förderung. Das BAFA fördert Fenster, Außentüren, Dachfenster und Dämmung mit 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Mit Sanierungsfahrplan kommen 5 Prozentpunkte dazu. Der Antrag muss gestellt sein, bevor die Arbeiten beginnen. Den Ablauf klären wir mit unserem Energieberater. Den ganzen Weg erklärt der Ratgeber BAFA Förderung Schritt für Schritt.

Ob eine Genehmigung nötig ist, hängt vom Einzelfall ab. Das gilt vor allem bei denkmalgeschützten Häusern und in Eigentümergemeinschaften. Wir klären das vor Baubeginn.

  • Förderantrag vor Arbeitsbeginn stellen
  • Genehmigung im Einzelfall prüfen
  • Aufmaß für jedes Fenster einzeln
  • Lüftung nach dem Tausch umstellen

Wie lange die Fertigung braucht, hängt von Hersteller und Modell ab. Rechnen Sie mit mehreren Wochen, der Einbau selbst geht deutlich schneller. Den Zeitplan sagen wir Ihnen nach dem Aufmaß.

Unser Rat: Sprechen Sie uns an, bevor Sie Fenster beauftragen. Die MR Umbau GmbH berät Sie als Meisterbetrieb vor Ort, erstellt ein individuelles Angebot und plant auf Wunsch nach Ihrem Budget.

Häufige Fragen

Wann lohnt es sich, Fenster im Altbau zu tauschen?

Spätestens wenn Flügel klemmen oder nicht mehr dicht schließen, es an den Rahmen zieht, die Scheibe innen kalt ist oder das Holz verwittert. Dann geht Wärme verloren, und die Fenster lassen sich oft nicht mehr wirtschaftlich aufarbeiten. Wir sehen uns Ihre Fenster vor Ort an und sagen, was sinnvoll ist.

Welches Material passt zu einem Altbau?

Das hängt vom Haus und vom Geschmack ab. Holz und Holz-Alu sind im Altbau beliebt, weil sie zur Fassade passen. Kunststoff ist pflegeleicht. Bei Häusern mit Auflagen entscheidet oft die Gestaltung der Fassade. Wir beraten Sie dazu vor Ort.

Muss ich für den Fenstertausch etwas genehmigen lassen?

Das hängt vom Einzelfall ab, wir klären es vor Baubeginn. Bei Denkmälern, in Ensembles oder in Eigentümergemeinschaften können Vorgaben gelten, zum Beispiel zur Ansicht der Fenster.

Bekomme ich Förderung für neue Fenster?

Das BAFA fördert Fenster mit 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Mit Sanierungsfahrplan kommen 5 Prozentpunkte dazu. Der Antrag muss gestellt sein, bevor die Arbeiten beginnen. Den Ablauf klären wir mit unserem Energieberater.

Wie lange dauert der Einbau?

Das hängt von der Zahl und Größe der Fenster ab. Die Fertigung nach Maß braucht mehrere Wochen, der Einbau selbst geht deutlich schneller. Danach folgen Putz- und Malerarbeiten an den Laibungen. Den Zeitplan sagen wir Ihnen nach dem Aufmaß.

Fragen zu Ihrem Vorhaben?Wir sehen es uns vor Ort an und sagen Ihnen offen, was sinnvoll ist. Telefon: 089 7472740

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