Küche planen: Vom Aufmaß bis zum Einbau
Wer eine Küche planen will, schaut meistens zuerst auf Fronten und Farben. Das ist verständlich, aber es ist der falsche Anfang. Eine Küche steht im Raum, und der Raum bestimmt, was möglich ist.

Wir erleben oft: Die Wunschküche ist ausgesucht, und erst beim Aufmaß fällt auf, dass ein Anschluss auf der falschen Wandseite liegt. Wie wir Küchen bei uns angehen, zeigt die Seite Küchenbau München.
Dieser Ratgeber geht die Planung in sinnvoller Reihenfolge durch, vom Raum bis zum Einbau. Wir sagen auch, was Sie vorher klären sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Küche wird vom Raum aus geplant: Fenster, Türen, Wände und Anschlüsse legen fest, was möglich ist.
- Wege, Arbeitsflächen und Stauraum richten sich danach, wie Sie kochen, nicht nach dem Katalogbild.
- Wasser, Strom und Abluft müssen vor dem Einbau an der richtigen Stelle liegen, und Geräte, Maße und Arbeitsplatte früh feststehen.
- Boden, Wand und Licht kommen vor der Küche, damit der Einbau ohne Pause läuft.
1Küche planen beginnt im Raum, nicht im Katalog
„Wir haben die Küche schon ausgesucht.“ Das hören wir oft. Ob sie in den Raum passt, zeigt erst das Aufmaß. Wände sind selten gerade, Fenster und Türen sitzen nicht immer, wo man sie sich wünscht, und die Anschlüsse liegen häufig anders als gedacht.
Das gehört vor jede Küchenplanung:
- Maße von Wänden, Höhen, Fenstern und Türen
- Anschlüsse für Wasser, Abwasser, Strom und Abluft
- Schrägen und Nischen, die Möbel und Geräte verändern
- Zustand von Wand, Boden und Decke
Auch die Frage, was bleiben soll, gehört dazu: Bleibt der Boden unter der Küche, bleibt die Wand, wie sie ist, oder wird der Raum verändert?
Besser: Erst den Raum aufnehmen, dann die Küche auswählen. Sonst wird die Küche an den Raum angepasst, statt andersherum.
2Wie Sie kochen: Wege, Arbeitsfläche, Stauraum
Eine gute Küche richtet sich nach Ihnen. Wer viel kocht, braucht Arbeitsfläche neben dem Herd. Wer selten kocht, legt mehr Wert auf Stauraum und eine ruhige Optik. Wer gern zu mehreren kocht, braucht Platz zum Ausweichen und eine zweite Arbeitsfläche. Solche Gewohnheiten fallen im Katalog nicht auf, im Alltag aber jeden Tag. Wichtig sind kurze Wege zwischen Spüle, Herd und Kühlschrank.
Fragen, die wir im Gespräch stellen:
- Wer kocht, und wie oft?
- Wie viel Platz brauchen Töpfe, Geschirr und Vorräte?
- Gibt es einen Essplatz in der Küche oder daneben?
- Soll die Küche offen zum Wohnraum sein?
- Welche Geräte wünschen Sie, etwa einen Backofen auf Sichthöhe?
Offene Küchen brauchen mehr Planung als geschlossene. Gerüche, Geräusche und Sichtlinien zum Wohnraum spielen eine Rolle, genauso wie Barhocker oder ein Esstisch.
Unser Rat: Planen Sie nach Ihrem Alltag. Ein Katalogbild ersetzt keine Antwort auf die Frage, wie Sie wirklich kochen.
3Anschlüsse planen: Wasser, Strom und Abluft
Das, was hinter der Küche liegt, entscheidet über Funktion und Haltbarkeit. Spüle und Geschirrspüler brauchen Zu- und Abfluss, Herd und Backofen den richtigen Stromanschluss, die Dunstabzugshaube einen Weg für die Abluft.
Wasser, Strom und Abluft machen wir mit. Sie müssen dafür niemanden beauftragen. Entscheidend ist, dass alles vor dem Einbau an der richtigen Stelle liegt, denn hinter einer fertigen Küche lässt sich nichts mehr verlegen.
- Wasser und Abwasser für Spüle und Geschirrspüler
- Strom für Herd, Backofen, Kühlgeräte und Steckdosen auf der Arbeitsfläche
- Abluft nach außen oder Umluft, je nach Haus
- Licht über der Arbeitsfläche und im Raum
Bei einer Insel kommt dazu, dass Leitungen im Boden liegen müssen. Das lässt sich nur planen, solange der Boden noch offen ist.
Besser: Anschlüsse so legen, wie die Planung es verlangt, nicht wie sie zufällig vorhanden sind.

4Geräte, Fronten, Arbeitsplatte: Was früh feststeht
Geräte haben feste Maße. Passen sie nicht zur Planung, wird nachträglich umgebaut. Auch die Arbeitsplatte sollte feststehen, bevor jemand sie zuschneidet, denn Ausschnitte für Spüle und Kochfeld sind nicht mehr zu ändern.
Diese Dinge sollten vor dem Einbau geklärt sein:
- Geräte: Maße, Anschlüsse und Einbauart
- Arbeitsplatte: Material, Kanten und Ausschnitte
- Fronten und Griffe: nach Raumwirkung und Alltag
- Hochschränke: wohin mit dem Backofen auf Sichthöhe, wohin mit dem Kühlschrank
Sprechen Sie auch über Sockel und Abschlüsse: Der Sockel verdeckt Leitungen und gleicht Unebenheiten im Boden optisch aus.
Unser Rat: Geräte, Arbeitsplatte und Ausschnitte erst festlegen, wenn die Maße bestätigt sind. Eine falsche Zahl kostet später den Zuschnitt.
5Boden, Wand und Licht: Was vor der Küche kommt
Die Küche ist der Schluss, nicht der Anfang. Vorher müssen Wände glatt, Decken fertig und Leitungen verlegt sein. Auch der Boden braucht Planung: Wird er bis zur Wand verlegt oder nur bis zu den Möbeln? Davon hängt ab, wie die Küche später steht.
Dazu kommen Fliesenspiegel, Malerarbeiten und Beleuchtung. Wer das vor dem Einbau erledigt, spart sich Arbeiten in engen Ecken. Den Boden verlegen unsere Bodenleger. Welcher Belag zum Raum passt, lesen Sie im Ratgeber Optimaler Bodenbelag.
- Boden vor oder unter der Küche, je nach Planung
- Wand und Fliesenspiegel vor dem Einbau fertigstellen
- Malerarbeiten vor den Möbeln
- Licht an Decke und Arbeitsfläche
Auch Steckdosen und Schalter gehören dazu. Nach dem Einbau sitzen sie hinter oder neben Möbeln, also müssen sie vorher an der richtigen Stelle liegen.
Besser: Die Reihenfolge der Gewerke vor Beginn festlegen. Dann läuft der Einbau ohne Pausen.
6Einbau, Abnahme und Fazit: So wird die Küche fertig
Zum Einbau kommt das Maß vom fertigen Raum. Wir prüfen es, bevor Möbel montiert werden, und stellen Schränke nach Wasserwaage und Raum aus. Danach folgen Arbeitsplatte, Geräte und Anschlüsse. Zum Schluss gehen wir mit Ihnen alles durch: Türen, Schubladen, Geräte, Fugen und Anschlüsse.
Der Weg in Kürze:
- Raum aufnehmen und Wünsche klären
- Planung mit Wegen, Geräten und Anschlüssen
- Vorarbeiten an Wand, Boden und Leitungen
- Einbau und Abnahme gemeinsam
Wie Sie ein Bauvorhaben insgesamt sinnvoll aufstellen, steht im Ratgeber Innenausbau planen.
Zum Einbau gehört auch, dass Sie wissen, wann die alte Küche abgebaut wird und wie lange Sie ohne Küche auskommen müssen. Das hängt vom Umfang ab, und wir besprechen es vorher mit Ihnen.
Unser Rat: Sprechen Sie uns an, bevor Sie die Küche beauftragen. Die MR Umbau GmbH berät Sie als Meisterbetrieb vor Ort, erstellt ein individuelles Angebot und plant auf Wunsch nach Ihrem Budget.
Häufige Fragen
Womit fange ich an, wenn ich meine Küche planen will?
Mit dem Raum. Messen Sie Wände, Fenster und Türen aus, halten Sie fest, wo Wasser, Strom und Abluft liegen, und überlegen Sie, wie Sie kochen. Erst danach sind Fronten und Griffe dran. Bei einem Termin vor Ort nehmen wir den Raum mit Ihnen auf.
Was ist ein Arbeitsdreieck?
So nennt man die Wege zwischen Spüle, Herd und Kühlschrank. Sie sollten kurz sein und nicht von Möbeln oder Türen unterbrochen werden. In einer kleinen Küche ist das einfacher, in einer offenen Küche mit Insel muss man darauf achten.
Machen Sie Wasser, Strom und Abluft mit?
Ja. Anschlüsse für Spüle, Geschirrspüler, Herd und Abluft gehören zu unserer Leistung. Sie müssen dafür keinen weiteren Betrieb beauftragen. Wichtig ist, dass die Küche vorher so geplant ist, dass die Anschlüsse an der richtigen Stelle liegen.
Kommt erst der Boden oder erst die Küche?
Das hängt von der Planung ab. Wir klären vorher, bis wohin der Boden verlegt wird und wie hoch er aufbaut, damit Geräte, Schubladen und Türen später sauber laufen.
Können Sie meine Küche auch komplett umbauen?
Ja. Wenn Wände, Leitungen oder Boden mit verändert werden, übernehmen wir das mit. Von der Planung bis zur Abnahme bekommen Sie alles aus einer Hand.
Fragen zu Ihrem Vorhaben?Wir sehen es uns vor Ort an und sagen Ihnen offen, was sinnvoll ist. Telefon: 089 7472740
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